Am heutigen Donnerstag, dem 8.7.2010, wurde die Feuerwehr Köln um 2.30 Uhr in der Frühe über Notruf von einer starken Rauchentwicklung aus einer Tiefgarage in der Waldecker Straße in Buchforst informiert. Es handelt sich dabei um eine Tiefgarage von rund 100 m Länge mit mehreren Verzweigungen und mit Gittern verschlossenen Einstellboxen für Pkw auf beiden Seiten. Die Leitstelle entsendete den Löschzug 10 der Feuerwache Deutz sowie ein weiteres Löschfahrzeug.
Die ersten Kräfte, die vor Ort eintrafen, erhöhten wegen der unklaren Lage und der starken Rauchentwicklung aus den Lüftungsschächten der Garage die Alarmstufe auf Feuer 2, so daß kurz darauf einweiterer Löschzug vor der Feuerwache 8 in Ostheim zur Verfügung stand.
Mit mehreren Trupps wurde der Vollbrand von zwei Pkw bekämpft. Zuvor mußten sichdie Einsatzkräfte aber Zugang zu den Stellboxen der Pkw verschaffen. Da das Feuer schon weit fortgeschritten war, platzte nach ersten Löscherfolgen unglücklicherweise der Tank des einen Fahrzeugs, so daß das Benzin brennend in die Tiefgarage hineinfloß. Um diesen Flüssigkeitsbrand zu löschen, mußten verhältnismäßig große Mengen an Schaum eingesetzt werden. Der Einsatz dauerte hierdurch auch länger als zunächst erwartet, so daß ein dritter Löschzug von der Feuerwache 9 in Mülheim zum Einsatz kam, mit dem vorgehende Trupps abgelöst werden konnten.
Neben den Löscharbeiten wurde versucht, die Tiefgarage mit Lüftern der Feuerwehr zu entrauchen. Dies führte zu einer so starken Rauchentwicklung im Innenhofbereich zwischen den Wohnblocks, daß die Bewohner aufgefordert werden mußten, die Fensterzu schließen. Gleichzeitig wurden Schadstoffmessungen in Gebäudenähe durchgeführt,deren Ergebnisse aber durchweg unterhalb der Nachweisgrenze lagen und daher unkritisch waren. Dennoch mußten die Anwohner eine Geruchsbelästigung in Kaufnehmen. Der Einsatz mit 17 Fahrzeugen und knapp 50 Einsatzkräften war erst gegen 6.00 Uhr beendet.
Parallel zu diesem Einsatz erhielt die Leitstelle der Feuerwehr Köln um 2.43 Uhr denHinweis auf einen Verkehrsunfall auf der Neusser Landstraße zwischen Worringen undFühlingen. Löschzug, Rüstzug, Rettungsdienst und Führungsdienst für diesen Einsatzwurden von den Feuerwachen 5 (Weidenpesch) und 6 (Chorweiler) alarmiert.
Eine erste Erkundung der Einsatzkräfte vor Ort ergab, daß ein Kleinwagen aus Worringen kommend auf freier Strecke einen Unfall hatte. Der Wagen war mit fünf Personen besetzt. Drei Personen hatten sich verletzt aus eigener Kraft aus dem Fahrzeug befreien können, eine Person wurde leblos unter dem Fahrzeug aufgefunden, eine weitere Person verstarb auf dem Rücksitz des Wagens.
Zu diesem Zeitpunkt war unklar, wie viele Personen sich insgesamt zum Unfallzeitpunkt im Fahrzeug befunden hatten. Die Angaben der Fahrzeuginsassen waren uneinheitlich, zeitweise galten zwei Personen als vermißt. Aufgrund dieser Angaben wurde der Bereich um die Einsatzstelle intensiv und mit Wärmebildkameras abgesucht. Wegen zweier anliegender und schon hoch gewachsener Getreidefelder gestaltete sich die Suche schwierig, so daß ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera die Suche aus der Luft unterstützte. Trotz intensiver Suche konnten keine weiteren Personen gefunden werden, so daß die Suche nach rund zwei Stunden eingestellt wurde.
Die Beleuchtungseinheit der Freiwilligen Feuerwehr aus Porz-Langel leuchtete die Einsatzstelle aus. Mit dem Kran der Feuerwehr Köln wurde der Pkw angehoben, damit die unter dem PKW befindliche Person geborgen werden konnte. Insgesamt wurden bei diesem Verkehrsunfall 3 Menschen verletzt, 2 junge Leute verloren ihr Leben.
An diesem Einsatz waren 27 Einsatzkräfte der Feuerwachen Chorweiler, Weidenpesch, und Porz-Langel bis etwa 5.45 Uhr tätig.