Nov 072011
 

Großbrand in Müllumschlaganlage in Köln-
Niehl

Gleichzeitig Brand in einer Motoryacht
im Rheinauhafen

Am Abend des Sonntag, 6.11.2011 löste gegen 18.50 Uhr die
Brandmeldeanlage eines Müllumschlagbetriebes an der Geestemünderstraße in Köln-
Niehl aus. Die kurz darauf eintreffenden Einsatzkräfte stellten fest, dass ein
großer Berg gewerblichen Restmüll (ca. 300 to) mit starker Rauchentwicklung in
einer Halle von ca. 5000 m² Grundfläche brannte.

Als Sofortmaßnahme wurden zum Schutz der Lagerhalle 3
Wasserwerfer mit einem Durchfluss von je ca. 1000 l/min Wasser vorgenommen. Da
das Feuer bereits auf eine Förderbandanlage übergegriffen hatte, wurden dort 3
C- Rohre eingesetzt. Die Wasserversorgung erfolgte über 5 Schlauchleitungen von
Hydranten auf dem Betriebsgelände sowie auf der Geestemünder Straße.

Die Rauchwolke zog in südöstlicher Richtung, der Brandgeruch
war bis nach Porz wahrnehmbar. 3 Mess- und Erkundungsfahrzeuge der Feuerwehr
kamen zum Einsatz. Die Messungen außerhalb des Betriebsgeländes ergaben keine
gesundheitsschädlichen Konzentrationen an Schadstoffen. Ein Messfahrzeug des
Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) bestätigte diese
Messungen. Lediglich unmittelbar an der Einsatzstelle kam es zu erhöhten CO-
Konzentrationen, deswegen setzten die Einsatzkräfte 30 Pressluftatmer und 30
Atemfilter ein.

Zum vollständigen Ablöschen des bis zu 3,5m hohen Müllberges
war es erforderlich, den Müll ins Freie zu schaffen und dort mit einem Wasser-
Schaumgemisch zu durchnässen. Hier kamen Radlader und Container des Betriebes
sowie 3 C- Rohre zum Einsatz.

Der Einsatz war gegen 2.00 Uhr beendet. Im Einsatz waren ca.
150 Einsatzkräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr. Sie kamen von den
Berufsfeuerwachen Weidenpesch, Chorweiler, Ehrenfeld, Innenstadt und der
Branddirektion sowie von den Freiwilligen Feuerwehreinheiten Flittard, Langel-
Rheinkassel, Lövenich, Merkenich, Porz- Langel, Wahn, Worringen, Zündorf,
Umweltschutzdienst und Fernmeldedienst.

Zur Besetzung leerstehender Feuerwachen wurden die
Freiwilligen Feuerwehreinheiten Fühlingen, Longerich und Widdersdorf mit
zusammen 45 Einsatzkräften alarmiert.

Weiterhin waren vor Ort: Polizei, Umweltamt der Stadt Köln,
Umweltdezernat der Bezirksregierung, LANUV

Die Einsatzleitung hatte Ltd. Branddirektor Johannes
Feyrer.

Feuer auf einer Motoryacht Im Rheinau-Hafen:

Gleichzeitig zum Großbrand in Niehl kam es zu einem Feuer
auf einer Motoryacht im Rheinau-Hafen. Durch die erschwerte Zugänglichkeit zum
Schiff, wurde die Brandbekämpfung über ein Löschboot der Feuerwehr durchgeführt.
Nach ca. einer Stunde konnte das Feuer gelöscht werden. Menschen kamen nicht zu
Schaden.

Die Leitstelle der Feuerwehr Köln wurde um 19:47 Uhr über
den Brand auf einer Motoryacht im Rheinauhafen informiert. Sofort wurden zwei
Löschzüge, zwei Löschboote, das Rettungsboot Ursula, Rettungsdienstkräfte und
der Einsatzführungsdienst alarmiert.

Nachdem die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle
eingetroffen waren stand fest, dass es im Innenraum einer ca. 10m langen
Motoryacht brannte. Die Yacht selber war im Hafen befestigt und konnte nur über
einen ca. 200m langen Steg erreicht werden. Wegen der erschwerten Erreichbarkeit
wurden die nachrückenden Einsatzkräfte und das Material durch das Rettungsboot
Ursula im Pendelverkehr transportiert. Das erforderliche Löschwasser wurde durch
ein Löschboot gefördert. Durch den Einsatz von Löschschaum wurde das unnötige
beschweren des Bootes verhindert und das Feuer konnte schließlich schnell unter
Kontrolle gebracht werden. Nach ca. einer Stunden war das Feuer gelöscht und
nach insgesamt zwei Stunden konnte der Einsatz der Feuerwehr beendet
werden.

Im Einsatz waren insgesamt ca. 35 Einsatzkräfte der
Berufsfeuerwehr von den Feuerwachen Innenstadt, Marienburg, Deutz und der
Einsatzführungsdienst der Branddirektion.

Einsatzleiter vor Ort war Brandrat Philipp Hessemer.

Gez. Johannes Feyrer