Jun 132017
 
In der vergangenen Nacht ereignete sich in Köln-Mülheim ein ausgedehnter Wohnungsbrand. Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr forderte er das Leben eines Bewohners.
 
Das Feuer wurde der Leitstelle am gestrigen Montagabend, dem 12.06.2017, gegen 22.30 Uhr gemeldet. Diese entsandte unverzüglich einen Löschzug, Rettungsdienst und den Führungsdienst zur gemeldeten Einsatzstelle.
 
Bei dem betroffenen Objekt handelte es sich um ein viergeschossiges Wohngebäude. Die ersten Kräfte, die am Einsatzort eintrafen, konnten zunächst von der Gebäudevorderseite keine Anzeichen eines Brandes erkennen. Im Rahmen der Einsatzstellenerkundung stellten die Einsatzkräfte jedoch fest, dass auf der Gebäuderückseite Flammen aus zwei Fenstern im 1. Obergeschoss schlugen und sich ein Zimmer im Vollbrand befand. Das Feuer drohte auf die darüber liegende Etage überzugreifen.
Die Feuerwehr setzte unmittelbar einen Trupp mit Atemschutzgeräten ein, der sich über den Treppenraum Zugang zu der betroffenen Wohnung verschaffte und dort eine Brandbekämpfung durchführte. Gleichzeitig wurde auf der Rückseite des Gebäudes ein Löschangriff von außen durchgeführt. Beide Maßnahmen zeigten sehr schnellen Erfolg, so dass das Feuer rasch eindämmt werden konnte. Bei dem Vordringen des Trupps in die Brandwohnung wurde eine leblose Person auf dem Boden liegend vorgefunden. Diese wurde von dem Trupp ins Freie gebracht und dem Rettungsdienst übergeben. Die sofort eingeleiteten rettungsdienstlichen Maßnahmen blieben leider erfolglos. Es ist der dritte Brandtote in diesem Jahr in Köln.
Das betroffene und die angrenzenden Gebäude wurden von der Feuerwehr auf Brand- und Rauchausbreitung kontrolliert. Hierzu mussten Wohnungen auch teilweise gewaltsam geöffnet werden. Es wurde eine, teils massive, Verrauchung der an die Brandwohnung angrenzenden Wohnungen festgestellt.
Die Feuerwehr war mit 10 Fahrzeugen und 30 Einsatzkräften etwa drei Stunden im Einsatz. Die eingesetzten Einheiten stammten von den Feuerwachen Mülheim, Ostheim und Innenstadt sowie vom Führungsdienst der Branddirektion.