Feb 092018
 

Feuerwehr und Rettungsdienst starten ins jecke Treiben

Weiberfastnacht beschert insbesondere im Rettungsdienst hohe Einsatzzahlen

Stand: Freitag, 9.2.2018 – 06:30 Uhr

Bei blauem Himmel und niedrigen Temperaturen starteten auch Feuerwehr und Rettungsdienst in den Straßenkarneval der Session 2018. Wie erwartet stellte Weiberfastnacht Feuerwehr und Rettungsdienst vor eine besondere Herausforderung.

Neben den vielen Kölner Jecken, schmückten bunte Gäste aus allen Teilen der Republik das Stadtbild. Die Vorplanungen für den Straßenkarneval 2018, wurden in einem Einsatzplan für Feuerwehr und Rettungsdienst zusammengefasst. Zum jetzigen Zeitpunkt zeigten die vorgeplanten Maßnahmen die gewünschte Wirkung und stellten sich als durchaus angemessen dar.

Bereits seit den frühen Morgenstunden war insbesondere der Rettungsdienst im Dauereinsatz. Auch die Einsätze der Feuerwehr, mit insgesamt 67 Einsätzen im Bereich des Brandschutzes und der Hilfeleistung, übersteigen deutlich den Durchschnitt eines vergleichbaren Donnerstages.

Der Rettungsdienst verzeichnete seit dem Donnerstagmorgen bis zum heutigen Freitagmorgen, 06:30 Uhr 812 Einsätze. Im Vorjahr wurden im gleichen Zeitraum gut 954 Einsätze abgearbeitet. Der Rückgang ist im Einsatzplan für den heutigen Tag begründet. Erstmals werden Krankentransportwagen in den Unfallhilfsstellen eingesetzt, welche stabile und nicht kritische Patienten direkt in geeignete Krankenhäuser transportieren. Von diesen KTW wurden 61 Transporte durchgeführt. Diese Maßnahmen wurden vorgenommen, um die Rettungswagen ressourcenschonend einzusetzen.

Einsatzschwerpunkte liegen im Altstadtbereich, der Südstadt sowie im Kwartier Latäng an der Zülpicher Straße. In diesen Bereichen wurden vorplanerisch mobile Unfallhilfsstellen in Betrieb genommen. In den teils arztbesetzten Unfallhilfsstellen wurde seit dem Morgen, 288 Menschen medizinische Hilfe geleistet. Teilweise wurden Transporte in geeignete Krankenhäuser notwendig. Auch im übrigen Stadtgebiet sind überdurchschnittlich hohe Einsatzahlen spürbar. Von den vorgehaltenen Alarmbereitschaften des Sanitätsdienstes, musste glücklicherweise zum jetzigen Zeitpunkt kein Gebrauch gemacht werden. Diese bleiben weiterhin in Alarmbereitschaft.

Besondere Einätze FW:

15:24 Uhr: Die Leitstelle der Feuerwehr Köln erreichte ein Notruf über einen „Teddybär“ im Rhein, Höhe Tanzbrunnen. Diese Person, ein 17-jähriger Junge, welcher beim Tanzen von der Mauer gefallen war, konnte von Einsatzkräften der Feuerwehr auf einem Rettungsboot der Feuerwehr in Sicherheit gebracht und mit Unterkühlungssymptome in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Feuerwehr war mit 26 Einsatzkräften vor Ort.

16:23 Uhr: Feuer am Mathiaskirchplatz in Bayenthal, hier brannten Teile einer Kücheneinrichtung. Die Bewohnerin wurde aufgrund des Verdachts einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus verbracht. Vor Ort waren 21 Einsatzkräfte. Auf der Rückfahrt von der Einsatzstelle zur Feuerwache wurden die Einsatzkräfte mit Flaschen beworfen.

16:35 Uhr: Feuer im Häuschensweg in Bickendorf, hier wurden die Einsatzkräfte zu einem Feuer in einem Heizungskeller alarmiert. Durch dieses Feuer wurden die Wasser- und Energieversorgung des Gebäudes stark beschädigt. Vor Ort waren 21 Einsatzkräfte.

17:16 Uhr: Feuer in der Engelbertstraße in der Neustadt-Nord. Der Meldende wurde durch einen ausgelösten Heimrauchmelder auf das Brandereignis aufmerksam. Die Auslösung des Heimrauchmelders erfolgte durch angebranntes Essen auf einem Herd. Vor Ort waren 21 Einsatzkräfte.

17:30 Uhr: Um 17:30 erhielt die Leitstelle der Feuerwehr Köln einen Notruf über einen Verkehrsunfall zwischen einer Person und einem Zug der KVB. Die Einsatzstelle war auf der Aachener Straße stadtauswärts, in Höhe des Aachener Weihers. Eine Person befand sich unterhalb der Stadtbahn, konnte jedoch ohne den Einsatz von großem technischem Gerät befreit werden. Die Person war schwer glücklicher Weise nicht lebensbedrohlich verletzt und wurde nach medizinischer Behandlung in ein Krankenhaus transportiert. Vor Ort waren 40 Einsatzkräfte.

Um das hohe Einsatzaufkommen zu koordinieren und die Einsatzmittel im Stadtgebiet zu führen, ist rückwärtig u.a. die Leitstelle der Feuerwehr Köln personell verstärkt. Weiter sind zur Sicherstellung einer reibungslosen Kommunikation Einsatzbeamte der Feuerwehr im Koordinierungsstab der Stadt Köln tätig. Eine Fachaufsicht Rettungsdienst ist im Einsatz und überwacht die Lage aus rettungsdienstlicher Sicht.