Jun 102018
 

Einen Großbrand mehrerer Dächer in der dicht bebauten Kölner Altstadt verhinderte heute Abend, Samstag, 09.06.2018, die Feuerwehr durch eine massive Brandbekämpfung in einer Dachwohnung in der Plankgasse. Menschen kamen nicht zu Schaden, die Brandwohnung blieb aber unbewohnbar.

Gegen 20:30 Uhr informierten mehrere Bewohner der nördlichen Altstadt-Gassen die Leitstelle der Berufsfeuerwehr über eine brennende Dachwohnung mit hellem Flammen in der Plankgasse. Der ersteintreffende Löschzug Innenstadt fand ein schmales Altbau-Haus, aus dem Rauch drang und dessen Dachwohnung Gitter vor seinen Fenstern trug. Dadurch war der schnelle Weg über die Drehleiter erschwert. Ein zweiter Trupp machte sich über den Treppenraum auf.

Da unklar war, ob sich noch Menschen in der brennenden Wohnung befanden und der Zugang erschwert war, versuchte der Löschzug Ehrenfeld den Zugang zum Innenhof zu finden und dort eine zweite Drehleiter zum Retten und Löschen aufzustellen. Währenddessen gelang es der Feuerwehr, die Wohnungstür der Dachwohnung mit einem großen Hammer aufzubrechen und gleichzeitig auch die Vergitterung an einem Fenster zu entfernen. Die Einsatzkräfte fanden die Küche im Vollbrand vor, glücklicherweise aber keine Person mehr in der verrauchten Wohnung. Die Mieterin fand sich wenige Minuten später unten auf der Straße ein.

Der Brand der Küchenzeile und des Inventars konnte schnell gelöscht werden, schwieriger waren Feuer und Glutnester, die unter der Deckenverkleidung ins Dach gewandert waren. Die Feuerwehr musste mehrere Verkleidungen herausreißen und Wärmebildkameras zur Kontrolle einsetzen. Eine Ausbreitung ins Dach und auf die eng bebaute Nachbarschaft konnte die Feuerwehr erfolgreich verhindern; die Wohnung blieb jedoch unbewohnbar und wurde von der Polizei für die Ursachenermittlung beschlagnahmt.

Im Einsatz waren die Löschzüge Innenstadt und Ehrenfeld, der Rettungsdienst aus der Innenstadt und der Führungsdienst der Branddirektion.