Aug 042018
 

Am frühen heutigen Samstagmorgen, dem 4.8.2018, wurde die Feuerwehr Köln zu einem Einsatz gerufen, bei dem drei junge Männer im Alter vermutlich zwischen 20 und 30 Jahren von einem Güterzug überrollt worden waren. Zwei Personen lebten, für die dritte Person kam jede Hilfe zu spät.

Der Notruf kam aus der Notfallleitstelle der DB AG und ging um 3.28 Uhr in der Leitstelle der Feuerwehr Köln ein. Der Lokführer eines Güterzugs hatte kurz vor dem Bahnhof Ehrenfeld stadtauswärtsfahrend einen Schlag an seiner Lok registriert und sofort eine Notbremsung eingeleitet. Der Zug war nicht schnell und hatte deshalb einen Bremsweg von „nur“ rund 200 m, so dass die Lok direkt am Bahnsteig zu stehen kam.
Die ersten Einsatzkräfte fanden drei Personen unter verschiedenen Waggons vor. Zwei von Ihnen hatten Lebenszeichen und wurden sofort durch den Rettungsdienst behandelt und für den Transport in Krankenhäuser stabilisiert. Hier bewährte es sich, dass zum Einsatzstichwort „Person unter Zug“ grundsätzlich zwei Rettungswagen entsendet werden. Zudem waren die Besatzungen der Löschfahrzeuge, die ja auch wechselweise im Rettungsdienst eingesetzt werden, dadurch in der Lage, auf höchstem rettungsdienstlichen Niveau zu unterstützten. Zeitweise waren so rund 15 Einsatzkräfte bei den beiden Patienten gebunden. Bei der dritten Person konnte der Notarzt nur noch den Tod feststellen.
Auch der Lokführer wurde von einer Rettungswagenbesatzung betreut und später von einem Notarzt in Augenschein genommen, musste aber nicht in ein Krankenhaus gebracht werden. Wie es zu dem Unfall kam, ist Gegenstand der Ermittlungen der Polizei.
Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 14 Fahrzeugen und 35 Einsatzkräften vor Ort etwa eine Stunde lang tätig.